Barcelona Geht Rechtlich Gegen Florentino Pérez Vor

Tuna Başkan
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calendar_month 12. Juni 2026 visibility 6 Aufrufe

Barcelona kündigte an, offizielle rechtliche Verfahren gegen Real-Madrid-Präsident Florentino Pérez eingeleitet zu haben. Der katalanische Klub reichte einen Schlichtungsantrag wegen der Aussagen ein, die der spanische Präsident bei der am 12. Mai abgehaltenen Pressekonferenz während seiner Wahlkampfperiode und in einem Interview mit einem Medienhaus am folgenden Tag machte. Dieser Schritt, der als obligatorische rechtliche Phase vor der Einreichung einer Strafanzeige wegen Verleumdung gemäß Artikel 205 des spanischen Strafgesetzbuchs angesehen wird, hat die Rivalität Barcelona-Real Madrid in eine neue Dimension gebracht.

Florentino Pérez hatte sich bei der fraglichen Pressekonferenz auf den Negreira-Fall bezogen und Barcelona als "den grössten Korruptionsfall in der Geschichte des Fußballs" bezeichnet. Der Real-Madrid-Präsident hatte behauptet, dass der katalanische Klub durch Zahlungen von über 7 Millionen Euro an den ehemaligen Vizepräsidenten des Schiedsrichterkomitees José María Enríquez Negreira zwischen 2001 und 2018 inländische Ligatitel "gestohlen" habe. Pérez hatte auch erklärt, dass die Angelegenheit nicht nur Real Madrid betrifft, sondern auch andere Klubs darunter leiden. Diese Aussagen wurden als Teil der Präsidentschaftswahlkampagne betrachtet, bei der er letzten Monat Kandidat war.

Barcelonas offizielle Erklärung betonte, dass Pérez die Aussagen wissentlich falsch gemacht und das Image und den Ruf des Klubs beschädigt habe. Die Erklärung forderte, dass Pérez diese Worte zurückzieht. Wenn die Forderungen des katalanischen Klubs während des Schlichtungsprozesses nicht erfüllt werden, wird der formelle Strafanzeigeprozess eingeleitet. Mit anderen Worten, wenn sich der Real-Madrid-Präsident öffentlich entschuldigt und seine Aussagen zurückzieht, kann der Prozess hier enden; andernfalls muss Pérez vor Gericht verteidigen, was er gesagt hat.

Florentino Pérez' frühere Aussagen geben auch Hinweise darauf, wie dieser Rechtsprozess Gestalt annehmen wird. Der Real-Madrid-Präsident hatte zuvor Ausdrücke verwendet, die zeigten, dass er Barcelonas rechtliche Drohungen nicht ernst nahm. Pérez hatte in der Vergangenheit gesagt: "Barça would do well to sue me." Dieser Ansatz zeigt, dass es sehr wahrscheinlich ist, dass der Real-Madrid-Präsident nicht positiv auf den Schlichtungsantrag antwortet. Pérez hatte auch ein Dossier bei der UEFA eingereicht und gefordert, dass Barcelonas Titel aufgrund des Negreira-Falls aberkannt und der katalanische Klub von europäischen Wettbewerben ausgeschlossen werden sollte. 

Barcelonas Präsident Joan Laporta und Vizepräsident Rafa Yuste hatten sich stark gegen Pérez' Aussagen ausgesprochen und argumentiert, dass die Einleitung rechtlicher Verfahren notwendig sei. Diese rechtliche Massnahme zeigt konkret, dass die historische Rivalität zwischen den beiden Klubs weit über den Platz hinausgegangen ist. Der Negreira-Fall ist immer noch ein laufendes Verfahren in spanischen Gerichten, und Barcelona zielt darauf ab, mit dem Abschluss des Falls seine Unschuld zu beweisen.

In den kommenden Wochen wird klar werden, wie Pérez auf den Schlichtungsantrag reagieren wird. Wenn er sich nicht öffentlich entschuldigt und seine Aussagen zurückzieht, wird der Real-Madrid-Präsident vor spanischen Gerichten wegen Verleumdung angeklagt.


Bild: marca.com

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