Chevalier will PSG verlassen: L'Équipe lässt die Bombe platzen

Tuna Başkan
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calendar_month 31. Mai 2026 visibility 27 Aufrufe

Paris Saint-Germain findet sich nur einen Tag nach dem Heben seines zweiten aufeinanderfolgenden Champions-League-Pokals in einer heiklen Torhüter-Akte wieder. Laut L'Équipe hat Lucas Chevalier der Vereinsführung mitgeteilt, dass er während des Sommer-Transferfensters gehen will. Der 24-jährige französische Nationaltorwart wurde letzte Saison bei den UNFP-Auszeichnungen zum besten Torhüter der Ligue 1 ernannt und auch für den Yashin Trophy nominiert; aber seine erste Saison im Parc des Princes blieb weit hinter den Erwartungen zurück.

Der Beginn der Geschichte geht auf den letzten Sommer zurück. PSG, das Gianluigi Donnarumma (jetzt bei Manchester City) zunächst als Ersatzmann behielt und dann ablehnte, ihn selbst als Ersatzmann zu behalten, verpflichtete Chevalier von Lille für 40 Millionen Euro im Voraus plus 15 Millionen Boni, insgesamt 55 Millionen Euro. Ein Fünfjahresvertrag wurde unterzeichnet, und es war geplant, dass der Torhüter den Thron als neue Nummer 1 Frankreichs einnimmt, als Nachfolger von Mike Maignan. Luis Campos hatte dem Franzosen beim Transfer die Zusicherung gegeben: „Du wirst PSGs Nummer 1 sein." Luis Enrique teilte jedoch nicht ganz dieselbe Zusicherung: Der spanische Trainer hatte keinen wirklichen Bedarf gespürt, Matvey Safonov (den russischen Torhüter, der letzte Saison als Ersatz kam) tief auf der Bank zu halten.

Im Herbst zeigte Chevalier in mehreren Spielen wenig überzeugende Leistungen. Im Dezember 2025 traf Luis Enrique seine Entscheidung: Safonov rückte in die Startelf, Chevalier wurde auf die Bank degradiert. Seit jenem Tag hat der russische Torhüter seinen Platz nicht aufgegeben. Gegen Liverpool im Champions-League-Achtelfinale, gegen Aston Villa im Viertelfinale, gegen Bayern München im Halbfinale, gegen Arsenal im Finale — der Torhüter, der Gabriels Elfmeter mit den Fingerspitzen am Samstagabend in der Puskás Aréna hielt, war genau dieser Safonov. Diese historische Parade schloss im Wesentlichen auch die Hoffnungen des Franzosen.

Chevaliers Wunsch, der ohne Pressekonferenz direkt an die Vereinsführung übermittelt wurde, erreichte die Öffentlichkeit durch den Bericht von L'Équipe: Der 24-jährige Torhüter ist nicht bereit, eine Ersatzrolle zu akzeptieren. Die Tatsache, dass Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps ihn nicht für den WM-2026-Kader nominierte — eine Ankündigung von vor einigen Wochen — war der letzte Schlag. Chevalier weiß sehr gut, dass er regelmäßig spielen muss, wenn er seinen Kampf um den Platz als Nummer 1 gegen Maignan fortsetzen will; es ist klar geworden, dass dies im Parc des Princes nicht passieren wird.

Die gleiche Stimme kommt von der PSG-Seite. Derselbe Bericht von L'Équipe schrieb, dass Luis Campos für einen dauerhaften Transfer offen ist. Das finanzielle Bild ist jedoch schwierig: Es wird von einer Summe von etwa 27 Millionen Euro für einen Torhüter gesprochen, in den vor gerade einmal einem Jahr etwa 44 Millionen investiert wurden. Das bedeutet, dass PSG in nur einem Jahr etwa 16 Millionen Euro Nettoverlust verbuchen würde. Die Haltung der Gelb-Roten Verwaltung ist klar: Laut PSG Inside Actu hat Campos auch begonnen, einen neuen Torhüter zu jagen; er versucht, neben dem 20-jährigen Renato Marin (aus Roma geholt) einen weiteren jungen Torhüter im Alter von 18 Jahren — wahrscheinlich Spanier — hinzuzufügen.

Für Chevalier sind die Klubs, die an der Tür Schlange stehen, nicht wenige. Laut Berichten vom März bereitet Tottenham ein Angebot vor, falls sie in die Premier League zurückkehren. In den letzten Wochen sind zwei weitere Klubs aus der Ligue 1 aufgetaucht: AS Monaco und Stade Rennais sind beide an der Unterschrift des Franzosen interessiert. Monaco sucht seinen Torhüter der Zukunft; Rennes bewertet Chevalier als Teil seiner Umbau-Strategie. Aus der Premier League jenseits von Tottenham besteht das Interesse weiter, aber die europäische Position der Spurs wird für Chevalier entscheidend sein.

Chevaliers Statistiken von 2025-26 waren für sich allein kein Fehlschlag: 28 Gegentore in 26 Spielen, mit 10 Spielen ohne Gegentor. Das Problem war eher psychologisch als statistisch — das Gewicht eines großen Transfers, die Vergleiche nach Donnarumma und Safonovs Aufstieg. Jetzt sucht Chevalier einen Neuanfang, während PSG schnell einen Plan B aufbaut. Die echte Frage ist: Wo wird ein Torhüter, nach nur einem Jahr bei einem der größten Klubs der Welt, seine Karriere neu aufbauen?

Quelle: L'Équipe

🖼️ Bild: Lucas Chevalier in PSG-Farben — getfootballnewsfrance.com

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