Nach Englands 2:1-Niederlage im WM-Halbfinale gegen Argentinien kam die Kritik nicht nur von außen — der Kapitän selbst äußerte seine eigene Unzufriedenheit mit der Leistung des Teams. Harry Kane gab in seinem Statement nach dem Spiel eine ehrliche Einschätzung ab: "So weit zurückzuziehen, nachdem wir in Führung gegangen sind, ist für unseren Trainerstab sehr enttäuschend."
Kanes Worte zielen auf den Moment ab, der über das Spiel entschied. England war in der 55. Minute durch Anthony Gordon in Führung gegangen, doch das Team gab nach diesem Vorsprung die Initiative ab und zog sich zurück. Argentinien nutzte den dadurch entstandenen Raum und erzielte in der Schlussphase zwei Tore, um das Spiel komplett zu drehen.
Die Äußerungen des Kapitäns zeugen von bemerkenswerter Ehrlichkeit. Indem Kane einräumte, dass die Herangehensweise des Teams nach dem Tor sogar für den Trainerstab enttäuschend war, zeigte er, dass die Kritik nicht nur von außen, sondern auch aus der Kabine selbst kommt. Seine Aussagen decken sich mit Wayne Rooneys scharfer Kritik an Thomas Tuchel und deuten darauf hin, dass innerhalb des Kaders ein ernsthafter Prozess der Selbstkritik begonnen hat, nachdem England erneut das seit 1966 ersehnte Finale verpasst hat.
Bild: Goal
Tuna Başkan
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