Eines der lebhaftesten Szenarien des Sommer-Transferfensters spielt sich für Andrew Robertson ab, der Liverpool ablösefrei verlassen wird. Laut dem weltberühmten Transferjournalisten Fabrizio Romano ist Juventus in dasselbe Rennen wie Tottenham um den schottischen Linksverteidiger eingestiegen und versucht, den Wechsel im letzten Moment mit einem Angebot zu kapern. Diese Entwicklung zog einen fast abgeschlossen aussehenden Deal plötzlich in die Ungewissheit.
Laut Romano war Tottenham seit Wochen in fortgeschrittenen Gesprächen mit Robertson. Es war angegeben worden, dass es zwischen den beiden Seiten eine mündliche Einigung über einen ablösefreien Transfer gab und dass der Deal dem Abschluss sehr nahe war. Dass die Spurs ihren Platz in der Liga durch einen 1:0-Sieg über Everton am Sonntag sicherten, hatte auch das größte Hindernis für diesen Transfer beseitigt und die Aufgabe des Londoner Klubs erleichtert.
Aber genau an diesem Punkt schaltete sich Juventus ein. Laut Romano zielt der Turiner Klub darauf ab, Tottenhams Vorteil zu brechen, indem er Robertson ein offizielles Angebot unterbreitet. Dieser Schritt zeigt, dass der Transfer nicht mehr garantiert ist und dass die endgültige Entscheidung ganz dem Spieler überlassen wurde. Die Frage, ob Robertson in der Premier League bleibt oder in der Serie A spielt, zum ersten Mal in seiner Karriere außerhalb Englands, ist zum entscheidenden Punkt dieses Transfers geworden.
Dennoch denken Experten, dass Tottenham auf der vorteilhaften Seite ist. Laut dem italienischen Journalisten Gianluca Di Marzio behalten die Spurs ihre Position als Favorit in diesem Rennen. Aber der Londoner Klub betet praktisch dafür, dass die Idee, in die Serie A und zu einem altehrwürdigen Klub wie Juventus zu wechseln, Robertson nicht anspricht. Denn die Entscheidung, die der erfahrene Spieler trifft, wird die Richtung des Transfers direkt bestimmen.
Hinter diesem Haken liegt auch Juventus' Wunsch, seinen Kader zu verstärken. Der Turiner Klub, der die Serie A auf dem sechsten Platz beendete, wird nächste Saison in der Europa League antreten. Der 36-malige Serie-A-Meister, der das Titelziel wieder auf seine Agenda setzen will, sieht das Hinzufügen einer erfahrenen und führungsstarken Figur wie Robertson zu seinem Kader bei einem ablösefreien Transfer als einen strategischen Schritt.
Auf der Tottenham-Seite wurde Robertson als ein wichtiger Teil des Wiederaufbaus angesehen. Der Londoner Klub, der zuvor einen Deal mit Marcos Senesi, ebenfalls ablösefrei, vereinbart hat, plante, mit Robertson sowohl Erfahrung als auch Führung in seine Abwehr zu bringen. Für die Spurs unter Roberto De Zerbi galten diese beiden Transfers als die Eckpfeiler der neuen Ära.
Robertsons Hintergrund erklärt auch, warum dieses Interesse so intensiv ist. Der schottische Kapitän, der während Jürgen Klopps Ära einer der besten Linksverteidiger der Welt wurde, gewann mit Liverpool unzählige Trophäen und wurde in den letzten Jahren einer der beliebtesten Namen des Klubs. Der Spieler, dessen Spielzeit mit der Ankunft des jungen Linksverteidigers Milos Kerkez abnahm, sucht einen Neuanfang für seine Karriere.
Zusammenfassend hat laut Fabrizio Romanos Bericht das Einschalten von Juventus im letzten Moment den Robertson-Transfer zu Beginn des Sommerfensters in ein „Tauziehen" verwandelt. Obwohl Tottenham als Favorit gezeigt wird, hat Juventus' Haken das Ende dieses Prozesses ungewiss gemacht. Alle Augen sind nun auf Andrew Robertson gerichtet, der entscheiden wird, ob er seine Zukunft in der Premier League oder in Italien fortsetzt.
Quelle: Unter Berufung auf Fabrizio Romanos Bericht; basierend auf Berichten von Yahoo Sports und Gianluca Di Marzio. Der Prozess hat den Charakter von Behauptungen; es wurde keine offizielle Einigung bekannt gegeben.
Tuna Başkan
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