Der AC Milan verpasste im letzten Moment die große Chance, die er in den eigenen Händen hatte. Für die Rossoneri, die als Dritter in der Champions-League-Zone in den letzten Spieltag der Serie A gingen, war die Lage klar: Wenn sie Cagliari zu Hause besiegten, würden sie direkt in die Champions League gehen. Aber Massimiliano Allegris Mannschaft verlor das entscheidende, im San Siro ausgetragene Spiel mit 1:2 und schloss die Saison mit Enttäuschung ab.
Es sei angemerkt, dass Milan nicht als Zweiter, sondern als Dritter in die letzte Woche ging, mit seinem Schicksal in den eigenen Händen; der zweite Platz gehörte Napoli, das die Champions League längst gesichert hatte. Mit anderen Worten, alles, was Milan tun musste, war, sein eigenes Spiel zu gewinnen. Die Rossoneri, die wussten, dass Roma, Como und Juventus sie bei Punktverlusten überholen konnten, betraten das Feld unter diesem Druck.
Das Spiel begann genau so, wie es die Gastgeber wollten. Bereits in der 2. Minute versenkte Alexis Saelemaekers einen von Santiago Giménez abgelegten Ball im Netz, erzielte das Tor, das die Anspannung im San Siro senkte, und brachte Milan mit 1:0 in Führung. Dieses frühe Tor hatte den Rossoneri-Fans einen entspannten Abend versprochen. Aber die Dinge liefen nicht wie geplant.
Cagliari, das seinen Platz in der Liga längst gesichert hatte und wenig zu verlieren hatte, kam mit fortschreitenden Minuten ins Spiel. In der 20. Minute beförderte Gennaro Borrelli den Ball nach einem Kopfball von Yerry Mina bei einem Eckball ins Netz und brachte den Spielstand auf 1:1. Obwohl Milan nach diesem Tor seinen Druck erhöhte, war es die Gästemannschaft, die das Ergebnis drehte, und Cagliari verließ das Feld mit einem 2:1-Sieg.
Die Statistiken zeigen, dass Milan eigentlich Chancen kreierte, sie aber nicht in Tore umwandeln konnte. Die klaren Gelegenheiten, die Christopher Nkunku und Youssouf Fofana bekamen, wurden von Cagliari-Torwart Elia Caprile vereitelt. Der Ball, den Santiago Giménez nach einem Rücklage-Pass von Adrien Rabiot am Ende der ersten Halbzeit neben das Tor setzte, war eine der kritischsten vergebenen Chancen des Abends. Das Effizienzproblem stach als Milans größtes Manko in diesem entscheidenden Spiel hervor.
Das Ergebnis stieß auch auf den Rängen des San Siro auf große Reaktionen. Wütende Milan-Fans inszenierten vor, während und nach dem Spiel lautstarke Proteste gegen Klubeigentümer RedBird. Die Tatsache, dass eine Mannschaft, die während der Saison eine lange Serie ohne Niederlage zusammengestellt hatte, das in den eigenen Händen liegende Champions-League-Ticket im letzten Spiel verpasste, vertiefte die Enttäuschung der Fans noch weiter.
Mit diesem Ergebnis beendete Milan die Liga auf dem fünften Platz und wird nächste Saison in der Europa League antreten. Ein großes Ziel wie die Champions League zu verpassen, während es in den eigenen Händen lag, wurde zum bittersten Bild der Saison für den Klub. Die Rossoneri werden ihre Planung sowohl des Kaders als auch der Führung im Sommer im Schatten dieser Enttäuschung vornehmen.
Zusammenfassend zeigte Milans Geschichte einmal mehr, dass es im Fußball nicht immer ausreicht, sein Schicksal in den eigenen Händen zu halten. Die Rossoneri, die ihr Spiel trotz einer frühen Führung nicht aufrechterhalten konnten, holten im entscheidenden Moment nicht das benötigte Ergebnis und verspielten die große Chance. Allegri und sein Team werden diese bittere Lehre in die nächste Saison mitnehmen.
Tuna Başkan
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