Der spanische Fußball wurde vor der WM 2026 von einer historischen Überraschung erschüttert. Im vom Cheftrainer Luis de la Fuente bekannt gegebenen 26-Mann-Kader wurde zum ersten Mal in der WM-Geschichte kein einziger Real-Madrid-Spieler aufgenommen. Diese Entscheidung, die die Hauptstadt Madrid schockierte, bedeutet, dass La Roja mit einem weitgehend von Barcelona dominierten Kader zum Turnier gehen wird.
Hier ist Spaniens von De la Fuente bekannt gegebener 26-Mann-Kader, nach Position geordnet:
Torhüter (3): Unai Simón, David Raya, Joan García
Abwehr (8): Marc Cucurella, Alejandro Grimaldo, Pau Cubarsí, Aymeric Laporte, Marc Pubill, Eric García, Marcos Llorente, Pedro Porro
Mittelfeld (8): Pedri, Fabián Ruiz, Martín Zubimendi, Gavi, Rodri (Rodrigo Hernández), Álex Baena, Mikel Merino, Mikel Oyarzabal
Sturm (7): Dani Olmo, Nico Williams, Yeremy Pino, Ferran Torres, Borja Iglesias, Víctor Muñoz, Lamine Yamal
Der auffälligste Aspekt des Kaders war, dass überhaupt kein Real-Madrid-Spieler auf der Liste erschien. Dies ging als Premiere für Spanien in der WM-Geschichte in die Aufzeichnungen ein. Im Gegensatz dazu bildete La-Liga-Meister Barcelona mit ganzen acht Spielern das Rückgrat des Kaders: Joan García, Eric García, Pau Cubarsí, Gavi, Pedri, Dani Olmo, Ferran Torres und Lamine Yamal. Dieses Bild zeigte, dass sich das Kräfteverhältnis zwischen den beiden großen Rivalen der Saison auch in der Nationalmannschaft widerspiegelte.
Die ausgelassenen Namen wurden ebenso diskutiert wie die, die es schafften. Auf der Real-Madrid-Seite war der Ausschluss von Innenverteidiger Dean Huijsen, der zu einem Zeitpunkt in De la Fuentes Startelf-Plänen stand, die größte Überraschung. Der erfahrene Rechtsverteidiger Dani Carvajal, jahrelang einer der vertrauten Namen der Nationalmannschaft, konnte aufgrund von Verletzungsproblemen und fehlenden Einsatzminuten nicht einmal in die 56-Mann-Vorauswahl kommen; der Spieler hatte sich am Wochenende von seinem Klub verabschiedet. Como-Stürmer Álvaro Morata wiederum wurde ausgelassen, nachdem er die ganze Saison in der Serie A nicht getroffen hatte. Namen wie Robin Le Normand, Alejandro Balde und Cristhian Mosquera gehörten ebenfalls zu den wichtigen Spielern, die es nicht auf die Liste schafften.
Auch Real Madrids schwierige Saison spielte im Hintergrund dieser Entscheidungen eine Rolle. Die Form- und Einsatzzeitprobleme der spanischen Spieler des Klubs, der eine titellose Saison hatte und einen Trainerwechsel durchlief, waren entscheidend dafür, dass sich die Tür der Nationalmannschaft für sie schloss. De la Fuente brachte die Schwierigkeit, die er bei der Bestimmung des Kaders erlebte, offen zum Ausdruck; der Trainer sagte, der schmerzhafteste Teil seiner Arbeit sei eigentlich, Spieler auszulassen, die es verdienen, dabei zu sein.
Trotz all dieser Debatten geht Spanien als einer der größten Favoriten zum Turnier. Mit dem Titel des Europameisters strebt La Roja an, nach 2010 zum zweiten Mal Weltmeister zu werden. De la Fuente seinerseits zeigt ein vorsichtiges Selbstvertrauen; während er akzeptiert, dass seine Mannschaft Favorit ist, betonte der Trainer, dass diese Favoritenrolle nicht größer sei als die Englands oder Frankreichs und dass sie auf dem Boden bleiben müssten.
Einer der meistdiskutierten Aspekte des Kaders war die Abwehrreihe. Nach einer Vergangenheit, die mit Anführern wie Sergio Ramos, Carles Puyol, Jordi Alba und Dani Carvajal identifiziert wird, wird Spanien diesmal mit einer relativ jüngeren und weniger erfahrenen Abwehr auf den Platz gehen. Obwohl der 19-jährige Pau Cubarsí ein riesiges Talent ist, wird angegeben, dass die Abwehr als der am meisten diskutierte Bereich des Kaders hervorsticht. Im Gegensatz dazu werden das Mittelfeld und der Angriff — mit Namen wie Lamine Yamal, Pedri und Rodri — als Spaniens größte Trümpfe gezeigt.
Zusammenfassend fasst dieser Spanien-Kader sowohl einen Generationswechsel als auch den gnadenlosen Wettbewerb des Fußballs zusammen. Diese historische Liste, von der Real-Madrid-Spieler völlig abwesend sind und auf der Barcelona seine Spuren hinterließ, ist Kandidat dafür, eines der meistdiskutierten Themen während des gesamten Turniers zu sein. La Roja trifft in ihrem ersten Spiel am 15. Juni auf die Kapverden; danach spielt sie am 21. Juni gegen Saudi-Arabien und am 27. Juni gegen Uruguay.
Tuna Başkan
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