Oliver Glasner kommt Milan immer näher: Nach Iraolas Wahl von Palace planen die Rossoneri Montagstreffen mit dem österreichischen Conference-League-Sieger, Rangnicks Präferenz tritt hervor

Tuna Başkan
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calendar_month 30. Mai 2026 visibility 20 Aufrufe

Der neue Chef des AC Mailand könnte der Österreicher Oliver Glasner sein. Laut den von La Gazzetta dello Sport und Football Italia bestätigten Nachrichten werden sich die Rossoneri am Montag-Dienstag nächste Woche für ein historisches Treffen mit Glasner für die leere Cheftrainerposition nach Allegri an den Tisch setzen. Nach Andoni Iraolas Vorzug für Crystal Palace aus Familiengründen und Premier-League-Komfort, der Mailand ablehnte, ist der Österreicher, der zu San Siros stärkstem Kandidaten geworden ist, ein Trainer, der vor gerade einmal drei Tagen mit Crystal Palace die UEFA-Conference-League-Trophäe gehoben und sich verabschiedet hat; mit 51 Jahren ist er eines der seltenen Profile, das drei verschiedene europäische Trophäen an drei verschiedenen Vereinen gehoben hat.

Hinter Mailands Hinwendung zu Glasner stehen drei grundlegende und miteinander verbundene Dynamiken. Erstens schloss der Verein die Serie-A-Saison 2025-26 ohne Champions-League-Ticket ab; das bedeutet ein solches Versagen für etwa das zweite Mal in 50 Jahren. Allegris passives und vorhersehbares Spielverständnis, die Inkompatibilität von Rafael Leao mit Christian Pulisic und das Fiasko des aus West Ham geholten Niclas Füllkrug wurden zum Symbol der Saison. Zweitens führten Eigentümer Gerry Cardinale und Beraterposition Zlatan Ibrahimovic, sobald die Saison endete, eine große Räumung durch und trennten sich auf einmal von vier hochrangigen Namen: Allegri (Cheftrainer), Igli Tare (Sportdirektor), Geoffrey Moncada (Technischer Direktor) und Giorgio Furlani (CEO). Drittens und vielleicht am kritischsten, will Ralf Rangnick, der für den Sportdirektorenposten anvisiert wird, in der Cheftrainerpräferenz entscheidend sein, wenn er das Mailand-Angebot annimmt — und Glasner ist einer der fähigsten „Schüler", mit denen Rangnick 2012 bei RB Salzburg gearbeitet hat.

Glasners Karrieregeschichte erfüllt voll das Profil, auf das Mailand Hoffnungen setzt. Der 1974 geborene österreichische ehemalige Spieler glänzte während seiner Spielerjahre 12 Saisons als Kapitän in seinem Land mit dem Trikot von SV Ried. Er begann 2015 bei SV Ried zu trainieren, dann zog er Aufmerksamkeit auf sich, indem er mit LASK Linz den Aufstieg und den zweiten Platz in der österreichischen Bundesliga erreichte. 2019 übernahm er die Leitung des VfL Wolfsburg in der deutschen Bundesliga und führte das Team auf den 4. Platz und steckte ein Champions-League-Ticket ein. Seinen wirklichen Durchbruch erlebte er bei Eintracht Frankfurt: In drei Saisons zwischen 2021-2024 erreichte er Legendenstatus in Deutschland durch den Gewinn der UEFA Europa League 2022 (Sieg gegen Rangers im Elfmeterschießen im Finale). Ein Jahr später hatte er auch die Gelegenheit, dieselbe Trophäe im UEFA-Superpokal-Finale gegen Real Madrid zu heben — er verlor, aber die Qualität des Pokals war unbestreitbar.

Das zweijährige Abenteuer bei Crystal Palace verwandelte Glasner in einen der gefragtesten Trainer Europas. Der Österreicher, der im Februar 2024 zum Verein kam, führte das Team in seiner ersten Saison vom 11. Platz in die obere Hälfte. Die zweite Saison war legendär: Er brachte Crystal Palace seine allererste europäische Trophäe durch den Gewinn des FA Cup 2025 gegen Manchester City, dann das Heben des Community Shield 2025 und der Conference League im Mai 2026 durch den 1-0-Sieg gegen Rayo Vallecano (mit dem Tor von Jean-Philippe Mateta). Obwohl er in der Premier League auf dem 15. Platz endete, trat er in die seltenen Reihen der Trainer ein, die drei Pokale gehoben haben. Steve Parish beschrieb ihn als „den größten Trainer in der Geschichte des Vereins".

Taktisch ist Glasner für High-Tempo-Pressing, vertikale Offensivübergänge und 3-4-3 / 3-4-2-1-Formationen bekannt — einer der treuesten Vertreter der Rangnick-Schule. Dieser Stil kontrastiert mit Allegris klassischerem italienischen Stil — was bedeutet, dass Mailand eine radikale Transformation verfolgt. Der Erfolg des Österreichers sowohl in der Organisation als auch in der Motivation wird als perfekte Übereinstimmung gesehen, um die San-Siro-Ränge wieder zu energetisieren.

Glasners Rivalen sind noch am Tisch, aber der Weg ist offen. Matthias Jaissle (RB Salzburg) stand auf Mailands Tagesordnung, aber die Entschädigungskosten sind hoch; auch die Namen Xavi und Mauricio Pochettino tauchten auf, aber Rangnicks Präferenz ist Glasner. Zusätzlich hat auch Bayer Leverkusen dem Österreicher ein Angebot gemacht, aber Mailands Größe bringt eine andere Anziehungskraft mit sich. Nach den Montag-Dienstag-Treffen — insbesondere das Treffen, das Cardinale-Ibrahimovic mit Rangnick abhalten werden, ist eine Voraussetzung — könnten offizielle Schritte mit Glasner unternommen werden.

La Gazzetta dello Sport

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