Der für heute geplante Wechsel von José Mourinho zu Real Madrid ist wegen der bevorstehenden Präsidentschaftswahlen im Verein ins Stocken geraten. Nach einem Bericht der portugiesischen Zeitung Record war bereits alles vorbereitet, um den legendären Trainer am Montag offiziell als neuen Coach vorzustellen. Da der amtierende Präsident Florentino Pérez jedoch auf einen starken Gegenkandidaten trifft, wurden diese Pläne komplett durchkreuzt.
Enrique Riquelme, der Herausforderer von Pérez, setzte heute ein deutliches Zeichen und eröffnete seine Wahlkampfzentrale direkt gegenüber dem Santiago-Bernabéu-Stadion. Ohne das plötzliche Auftauchen von Riquelme wäre Florentino Pérez gestern ohne Gegenkandidat wiedergewählt worden, und Mourinhos Verpflichtung wäre heute offiziell bekannt gegeben worden.
Aufgrund dieser unerwarteten politischen Dynamik kehrte José Mourinho gestern nach Lissabon zurück und legte seine Madrid-Pläne vorerst auf Eis. Ob der portugiesische Taktiker am Ende auf der Trainerbank von Real Madrid Platz nehmen wird, bleibt bis zum 7. Juni offen, wenn die Wahlergebnisse erwartet werden.
Das größte Fragezeichen in den Vereinskorridoren ist derzeit, was passiert, wenn Pérez die Wahl verliert. Sollte Florentino Pérez nicht wiedergewählt werden, ist völlig unklar, ob die neue Vereinsführung weiterhin an Mourinho festhalten oder sich einem völlig anderen Kandidaten zuwenden wird. Die Fans von Real Madrid blicken nun gespannt auf die entscheidenden Wahlen am 7. Juni.
Derin Armutçu
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