Der Name, der den größten Abend des Fußballs prägen wird, steht fest. Die FIFA hat bekannt gegeben, dass der slowenische Schiedsrichter Slavko Vinčić das WM-Finale zwischen Argentinien und Spanien am Sonntag im MetLife Stadium leiten wird. Der 46-Jährige war überwältigt, als er die Nachricht von Pierluigi Collina, dem Vorsitzenden des FIFA-Schiedsrichterausschusses, erfuhr.
Vinčićs Reaktion war zutiefst emotional: "Also, zuerst ein Schock. Dann Freude. Ich habe gezittert, es ist eine unglaubliche Ehre, das WM-Finale zu bekommen. Das ist etwas, das... das ist nur ein Traum für einen Schiedsrichter, für einen jungen Schiedsrichter, wenn er anfängt. Ich bin sehr stolz, sehr stolz auf mich selbst, mein Team. Ich bin sehr stolz, mein Land, Slowenien, beim größten Sportereignis der Welt zu vertreten."
Die Ernennung trägt zudem historische Bedeutung. Vinčić wird die 23. Person in der Geschichte, die ein WM-Finale leitet, und der erste Slowene in dieser Rolle. Auf dem Platz wird er von seinen slowenischen Landsleuten Tomaž Klančnik und Andraž Kovačič als Assistenten begleitet, während der Jordanier Adham Makhadmeh als vierter Offizieller und der Katarer Mohammad Alkalaf als Ersatzassistent fungieren werden.
Seine Karriere zeigt, dass er sich diesen Moment verdient hat. Vinčić, der bereits große Spiele wie das Champions-League-Finale 2024 (Real Madrid-Borussia Dortmund) und das UEFA-Europa-League-Finale 2022 (Eintracht Frankfurt-Rangers) geleitet hat, war bei diesem Turnier zuvor bei den Gruppenspielen Brasilien-Marokko und Jordanien-Algerien sowie beim Achtelfinale zwischen Mexiko und Ecuador im Einsatz — einem Spiel, in dem er Ecuadors Piero Hincapié unter dem als "Vinícius-Gesetz" bekannten Antidiskriminierungsprotokoll vom Platz stellte.
Auch seine Geschichte mit beiden Finalisten ist bemerkenswert. Vinčićs Vergangenheit mit Argentinien trägt einen heiklen Kontext: Er leitete das umstrittene Eröffnungsspiel von Lionel Messis Team bei der WM 2022 in Katar, eine 2:1-Niederlage gegen Saudi-Arabien, die die 36-Spiele-Serie ohne Niederlage beendete. Auch mit Spanien hat er eine bedeutende Geschichte, da er deren Halbfinalsieg gegen Frankreich bei der EM 2024 auf dem Weg zum Titel leitete.
Bild: Sofascore
Tuna Başkan
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