die Kluft Zwischen den 5 Großen Ligen: die Premier League als „Liga für Sich" bei den TV-Einnahmen

Tuna Başkan
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calendar_month 28. Mai 2026 visibility 133 Aufrufe
Das finanzielle Bild des europäischen Fußballs zeigt klar das Vorhandensein einer Kluft, die sich Jahr für Jahr zugunsten einer Liga vergrößert. Laut Deloittes Berichten und Analysequellen wie The Esk steht die englische Premier League mit jährlichen TV-Einnahmen von etwa 4,5 Milliarden Euro in einer Position als „eigene Liga"; diese Zahl ist fast gleich der Summe der TV-Einnahmen der vier anderen großen Ligen (La Liga, Bundesliga, Serie A, Ligue 1) zusammen.
Die sichtbarste Widerspiegelung dieser Kluft erscheint in den Gesamteinnahmen. In der Saison 2023-24 erzielten die Premier-League-Klubs insgesamt 6,3 Milliarden Euro Einnahmen. Die Bundesliga lag mit 3,8 Milliarden auf dem zweiten Platz, während die Serie A bei etwa 2,9 Milliarden und die Ligue 1 bei etwa 2,6 Milliarden lagen. La Liga befindet sich indes in einer wichtigen Position hinsichtlich der TV-Einnahmenstruktur (mit 1,8 Milliarden Euro TV-Einnahmen, dem größten Beitrag zu den Klubeinnahmen).
Die Verteilungsmethoden der TV-Einnahmen erklären ebenfalls die Unterschiede zwischen den Ligen. Die Inlandsmarkt-Rechte der Premier League liegen bei etwa 1,7 Milliarden Pfund pro Jahr. Die wahre Stärke liegt jedoch in den Auslandsverkäufen: 1,4 Milliarden Pfund pro Jahr an internationalen TV-Einnahmen, fast doppelt so viel wie La Ligas 815 Millionen Pfund in der gleichen Kategorie. Die Auslandsrechte der Serie A liegen bei etwa 337 Millionen, der Bundesliga bei 218 Millionen und der Ligue 1 bei nur etwa 73 Millionen Pfund.
Auch die „Einnahmenverteilungsmethode" variiert zwischen den Ligen. La Liga verteilt 50% der Einnahmen gleichmäßig, 25% basierend auf der Leistung der letzten fünf Jahre und 25% basierend auf Popularitätsindikatoren (Spieleinnahmen und TV-Zuschauerzahlen). Die Bundesliga hingegen verteilt 93% basierend auf der Leistung, sodass Klubs in höheren Tabellenpositionen immer im Vorteil sind. Die Ligue 1 hatte Schwierigkeiten in ihrem inländischen TV-Abkommen für die Saison 2025-26; der Ausstieg von DAZN als lokalem Sender kann die Einnahmen der Liga negativ beeinflussen.
Die Auswirkungen dieser Kluft auf dem Platz sind ebenfalls sichtbar. Selbst der unterste Premier-League-Klub (mit den neuesten Zahlen etwa 97 Millionen Pfund Einnahmen) verdient mehr als viele Klubs in La Liga, Serie A und Ligue 1. Diese Situation erklärt direkt die enorme englische Dominanz auf dem Transfermarkt; in Jahren mit hohen Spielerkosten können Premier-League-Klubs viel stärkere Angebote als ihre Rivalen abgeben.
Zusammenfassend zeigt die wirtschaftliche Landkarte des modernen Fußballs klar eine tiefe Hierarchie zwischen den fünf großen Ligen. Während die Premier League „in ihrer eigenen Liga" spielt, versuchen La Liga, die Bundesliga, die Serie A und die Ligue 1, mit dem englischen Riesen Schritt zu halten. Die Struktur der TV-Einnahmen wird weiterhin der wichtigste Faktor sein, der das Wettbewerbsgleichgewicht des Fußballs in der Zukunft direkt bestimmen wird.
Quelle: Basierend auf Deloittes Europäischem Fußball-Finanzberichten 2024 und 2025, sowie Analysen von The Esk und Daniel Geey.
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