In Gruppe G der WM 2026 trennten sich Belgien und Iran im SoFi Stadium in Inglewood torlos. Auf dem Platz haushoch überlegen, knackte Belgien Irans disziplinierte, aufopferungsvolle Abwehr über 90 Minuten nicht und nahm nur einen Punkt mit.
Mit 70% Ballbesitz und ständigem Druck in der gegnerischen Hälfte erspielte sich Belgien angeführt von Kevin De Bruyne zahlreiche Chancen. Doch Iran, von Amir Ghalenoei mit Fünferkette aufgestellt, ballte hinten die Reihen und blockte wiederholt die klaren Möglichkeiten der Roten Teufel. Trotz 23 Schüssen und 1,82 Expected Goals (xG) knackte Belgien die von Torwart Beiranvand dirigierte Team-Melli-Abwehr nicht.
Irans Widerstand wurde noch wertvoller, da man nicht einmal in Überzahl war. In der 66. Minute wurde Belgien dezimiert, als Nordin Ngoy wegen Haltens vom Platz flog; dennoch schützte Iran in den restlichen Minuten sein Tor und holte einen historischen Punkt. Ein Abschluss von Mehdi Taremi in der 25. wurde wegen Abseits aberkannt – der eine klare Moment, in dem Iran dem Tor nahe war. Lukaku (3') und Ezatolahi (33') sahen Gelb.
Das Match leitete der argentinische Schiedsrichter Darío Herrera. Vor über 70.000 Fans hielt Iran mit dieser Widerstandskraft gegen einen auf dem Papier weit stärkeren Gegner seine Gruppenchancen am Leben. Nach dem 2:2 gegen Neuseeland im Auftakt kam Team Melli mit diesem Ergebnis auf zwei Punkte aus zwei Spielen. Belgien münzte seine Überlegenheit nicht in ein Tor um, ließ eine große Chance liegen und nahm seine Achtelfinal-Rechnung mit ins letzte Spiel.
Bild: PCMag
Tuna Başkan
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