Olympiacos rückte ins Meisterschaftsspiel am Sonntag vor, indem es Fenerbahce Beko 79-61 im Telekom Center Athens im Eröffnungshalbfinale des EuroLeague Final Four 2026 besiegte. Das Piräus-Team, das die Saison als Führender beendete und in Athen praktisch zu Hause war, machte einen kritischen Schritt zum Erreichen seines ersten EuroLeague-Titels seit 2013, indem es den letztjährigen Europameister mit einem klaren 18-Punkte-Vorsprung eliminierte. Dieser Sieg entfachte Olympiacos' Hoffnung neu, nach fünf aufeinanderfolgenden Final-Four-Teilnahmen endlich um die Spitze zu spielen.
Die Geschichte des Spiels war in Olympiacos' Defensivdominanz verborgen. Obwohl das Piräus-Team die ganze Saison über Europas produktivste Mannschaft in der Offensive war (durchschnittlich 90,7 Punkte pro Spiel), schufen sie diesmal den wahren Unterschied in der Verteidigung. Den letztjährigen Meister Fenerbahce Beko bei nur 61 Punkten zu halten, ist eine außergewöhnliche Defensivleistung im modernen EuroLeague-Basketball. Olympiacos' Pressing-Verteidigung störte ständig die offensive Organisation des Istanbuler Teams und ließ es keinen Rhythmus finden. Dies war die grundlegende Dynamik hinter dem 79-61-Ergebnis.
Olympiacos' Final-Four-Geschichte macht die Bedeutung dieses Sieges noch größer. Das Piräus-Team hatte die Endphase von Europas prestigeträchtigstem Klubturnier zum fünften Mal in Folge erreicht; in den vorherigen vier Versuchen hatte es jedoch nur einmal das Finale erreicht und dieses Finale verloren. Laut Olympiacos.com-Daten hatte die Mannschaft die EuroLeague diese Saison in Punkten (90,7), Assists (21,7) und Team-PIR (Effizienz)-Durchschnitt (110,5) dominiert. Dieser tiefe und erfahrene Kader, angeführt vom zweimaligen EuroLeague-MVP Sasha Vezenkov, erlebt einen der Momente, die der Trophäe am nächsten sind.
Ins Spiel kommend, nachdem es AS Monaco im Viertelfinale 3-0 gefegt hatte, war Olympiacos in guter Form. Das Piräus-Team hatte die Serie mit einem 105-82-Auswärtssieg nach klaren Heimsiegen von 91-70 und 94-64 in der Monaco-Serie abgeschlossen. Diese dominante Leistung ermöglichte es dem Team, mit hohem Selbstvertrauen zum Final Four zu kommen. Dieselbe Entschlossenheit auf dem Platz in diesem Halbfinale in Athen widerspiegelnd, etablierte Olympiacos Überlegenheit über seinen Gegner, indem es den Vorteil der Heimatmosphäre nutzte.
Auf der anderen Seite endete das Turnier für den letztjährigen Meister Fenerbahce Beko in Enttäuschung. Das Istanbuler Team, unter Šarūnas Jašikevičius, war für einen zweiten aufeinanderfolgenden EuroLeague-Titel nach Athen gekommen. Fenerbahce, das die ganze Saison über lange an der Spitze der Liga blieb und ein stabiles Bild zeichnete, hatte das Final Four erreicht, indem es Žalgiris Kaunas im Viertelfinale in einer harten Serie 3-1 eliminierte — insbesondere das vierte Spiel in Kaunas mit einem 94-90-Verlängerungssieg abschließend. Das Istanbuler Team jedoch, das die Verteidigungsmauer von Olympiacos im Halbfinale nicht durchbrechen konnte, verlor die Chance, seinen Titel zu verteidigen.
Obwohl der punktarme Verlauf des Spiels die Defensivqualität beider Teams widerspiegelte, war der wahre Bestimmungsfaktor Olympiacos' Organisation, die die Fenerbahce-Offensive lahmlegte. Dass das Istanbuler Team bei 61 Punkten blieb, war eine Leistung weit unter ihren Saisondurchschnitten (etwa 82 Punkte). Olympiacos störte Fenerbahces Rhythmus sowohl mit Zonendominanz als auch mit Perimeterverteidigung. Dieser verteidigungsorientierte Triumph wurde zum Beweis, dass das Piräus-Team nicht nur mit Offensivkraft, sondern auch mit Zwei-Wege-Balance um die Meisterschaft spielen kann.
Olympiacos wird nun im Meisterschaftsspiel am Sonntag, dem 24. Mai, auf den Gewinner des Duells zwischen Valencia Basket und Real Madrid aus dem anderen Halbfinale treffen. Für das Piräus-Team bedeutet dieses Finale eine Gelegenheit, die seit 2013 andauernde Titeldürre zu beenden. Die Heimatmosphäre in Athen wird Olympiacos auch im Finale einen großen Vorteil verschaffen. Die Zwei-Wege-Dominanz des Teams diese Saison und die Defensivleistung beim Final Four machen sie zum stärksten Kandidaten für die Trophäe.
Dieser Sieg bringt auch eine bemerkenswerte Statistik in der EuroLeague-Geschichte auf die Tagesordnung: Kein Setzlistenerster konnte seit 2016-17 Meister werden. Olympiacos, das die Saison als Führender beendete, würde diese Serie ebenfalls brechen, wenn es das Finale gewinnt. Der tiefe Kader des Piräus-Teams, die Erfahrung und die Fanunterstützung in Athen haben sie einer historischen Leistung einen Schritt näher gebracht. Jetzt richten sich die Augen auf das große Finale am 24. Mai — Olympiacos steht am Rande, eine 13-jährige Wartezeit zu beenden.
Tuna Başkan
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