Der Höhepunkt des europäischen Fußballs steigt am Samstag, den 30. Mai, in der Puskás Aréna in Budapest. Im Finale der UEFA Champions League 2025-26 trifft Titelverteidiger Paris Saint-Germain auf Arsenal, das gerade frisch zum Premier-League-Meister gekürt wurde. Das Spiel beginnt nach der neuen UEFA-Regelung um 18:00 Uhr MEZ — früher als der traditionelle Anstoß um 21:00 Uhr. Die Tickets für das 67.000-Zuschauer-Stadion sind längst ausverkauft, und für die Pre-Match-Show ist The Killers unter Brandon Flowers mit einer cinematischen Inszenierung an der Seite von David Beckham vorgesehen.
Arsenal kommt mit einem historischen Moment im Rücken zu diesem Finale: Die Gunners haben in dieser Saison eine 22-jährige Premier-League-Durststrecke beendet, und Mikel Artetas Mannschaft jagt nun das „Continental Double" — nationaler und europäischer Triumph in derselben Saison. Es ist erst Arsenals zweites Champions-League-Finale überhaupt; das erste hatten sie 2006 gegen Barcelona verloren. Nach dem 2:1-Gesamtsieg gegen Atlético Madrid im Halbfinale ist die Mannschaft aus London ganz nah am einzigen großen Europa-Pokal, den sie noch nie in den Händen gehalten hat. Für Arteta könnte dies der Höhepunkt seiner Karriere sein.
PSG hingegen kommt ans Ende einer ganz anderen Geschichte. Nachdem die Pariser im letzten Jahr Inter im Finale mit 5:0 zerlegt und ihren ersten Champions-League-Titel überhaupt eingefahren haben, jagen sie nun den „Back-to-back"-Triumph — eine Leistung, die in der modernen Ära nur Real Madrid (2016-18) gelungen ist. Nach dem 6:5-Gesamtsieg gegen den FC Bayern München im Halbfinale — ein packender 5:4-Sieg im Hinspiel, gefolgt von einem 1:1 im Rückspiel mit einem frühen Treffer von Dembélé — hat PSG das Finale erreicht. Das Trio aus Ballon-d'Or-Sieger Ousmane Dembélé, Khvicha Kvaratskhelia und Teenager-Stürmer Désiré Doué verkörpert Luis Enriques Philosophie „System vor Stars".
Der Kontrast zwischen den beiden Klubs ist auffällig: Arsenal hat in den letzten zehn Jahren eine der konstantesten Strukturen Europas aufgebaut, aber den großen Pokal noch nie berührt; PSG hat in seiner ersten Saison ohne Mbappé, Neymar und Messi seine „Superstar-Abhängigkeit" überwunden — und ironischerweise gerade in dieser Saison den Pokal zum ersten Mal gewonnen. Laut UEFA-Statistik führt Dembélé in dieser Saison die Champions-League-Torjägerliste mit 15 Treffern an. Bei Arsenal müssen Bukayo Saka, Declan Rice und Kai Havertz den Unterschied machen.
Wie auch immer das Ergebnis ausfällt — das historische Gewicht dieses Finales ist enorm: Gewinnt Arsenal, werden sie erst der dritte englische Klub, der in derselben Saison das Premier-League-Champions-League-Double gewinnt. Gewinnt PSG, schließt sich der Klub als zweite Mannschaft überhaupt Real Madrid an, die ihren Champions-League-Titel erfolgreich verteidigt hat. Die ungarische Hauptstadt ist an diesem Samstag bereit, eines der wichtigsten Kapitel in der Geschichte des europäischen Fußballs aufzuschlagen.
Tuna Başkan
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