Ein Prozess, der lange als "am schlechtesten gehütetes Geheimnis" des Fußballs galt, ist zu seinem Abschluss gekommen. Der französische Fußballverband (FFF) hat offiziell angekündigt, dass am Dienstag um 11 Uhr in der Verbandszentrale eine Pressekonferenz stattfinden wird. Es gibt keinen Zweifel mehr: Der Name des neuen Trainers der französischen Nationalmannschaft wird bis dahin feststehen.
Auch die formelle Seite des Prozesses ist geklärt. Fabrizio Romano hatte am vergangenen Dienstagabend bekannt gegeben, dass Zinedine Zidane offiziell einen Vertrag unterschrieben habe, um Frankreich bis zum Sommer 2030 zu trainieren; die 54-jährige Legende wird Didier Deschamps ablösen, der 14 Jahre lang an der Spitze der Nationalmannschaft stand.
Auch der Starttermin für seine Amtszeit ist bekannt. Laut einem früheren Bericht von L'Équipe soll Zidane sein Amt offiziell am 1. September antreten, wobei sein erstes Spiel auswärts gegen die Türkei in der Nations League erwartet wird, bevor er am 2. Oktober Italien im Stade de France empfängt. Laut Le Parisien hatte Zidane bereits im Hintergrund begonnen, gemeinsam mit seinem langjährigen Assistenten David Bettoni seinen Trainerstab zusammenzustellen.
Auch der Hintergrund des Prozesses wird geschildert. FFF-Präsident Philippe Diallo führte in den vergangenen Wochen eine Reihe von Gesprächen mit Zidane, um das sportliche Projekt zu klären und die Struktur des neuen Trainerstabs festzulegen; der Verband wollte Berichten zufolge Deschamps' 14-jährige Amtszeit mit einer besonderen Zeremonie würdigen, doch der erfahrene Trainer zeigte wenig Interesse an einer solchen Ehrung.
Deschamps' Abschiedsturnier brachte nicht den erhofften Erfolg. Der französische Trainer beendete seine Amtszeit mit dem vierten Platz bei der WM 2026, verlor im Halbfinale 0:2 gegen Spanien und kassierte im Spiel um Platz drei eine dramatische 4:6-Niederlage gegen England.
Auch die vor Zidane liegende Aufgabe ist beträchtlich. Sein erstes großes Turnier soll die EM 2028 sein; mit Amtsantritt übernimmt er einen talentierten Kader mit Namen wie Kylian Mbappé, William Saliba, Eduardo Camavinga, Aurélien Tchouaméni, Michael Olise und Ousmane Dembélé.
Bild: World Soccer Talk
Tuna Başkan
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