Japan will weiter: ein Trainer-Debüt-Test für Tunesien

Tuna Başkan
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calendar_month 20. Juni 2026 visibility 7 Aufrufe

In Gruppe F der WM 2026 will Japan zum dritten Mal in Folge die K.-o.-Phase erreichen, zuletzt scheiterte es 2014 in der Gruppe. Die Samurai Blue holten gegen die Niederlande ein spätes 2:2 und kämpften sich zweimal aus einem Rückstand zurück; nun trifft das Team auf einen leichteren Gegner und weiß, dass ein Sieg fast den Aufstieg bedeutet.

Tunesien dagegen kassierte die zweithöchste Niederlage der ersten Runde, ein 1:5 gegen Schweden — nur Curaçao (1:7 gegen Deutschland) verlor höher. Eine ähnliche Demütigung im Test gegen Belgien (0:5) kostete Trainer Sabri Lamouchi den Job. Hervé Renard wurde rasch verpflichtet, in der Hoffnung auf frische Energie.

Laut SI.com bedeutet das Erreichen von vier Punkten statistisch eine sehr geringe Chance auf ein Gruppen-Aus — ein hilfreiches Merkmal des neuen Formats. Japan hat einmal remis gespielt, gegen eine hoch eingestufte europäische Nation nicht aufgegeben, und trifft nun auf ein Team, das im Auftakt so gedemütigt wurde, dass der Trainer sofort entlassen wurde.

Tunesien war in der Qualifikation ein Hort der Stabilität, wurde aber von Schweden zerlegt — schwer kurzfristig zu beheben. Solange Japan auftritt und sein Spiel spielt, ist ein Sieg wahrscheinlich.

Ein zentrales Thema ist der "Trainereffekt". Wie viel Tunesien aus der Entlassung Lamouchis und der Verpflichtung Renards gewinnt, ist unklar. Der elegante Franzose hat viel Turniererfahrung und steckte hinter Saudi-Arabiens Sieg über Argentinien 2022. Japan zeigte mit dem Auftritt gegen die Niederlande, was es kann; Tunesien ist im Vergleich limitiert.

Mit neuem Trainer sind Änderungen bei Tunesien sinnvoll. Torwart Abdelmouhib Chamakh, der gegen Schweden zwei Fehler machte, könnte durch Aymen Dahmen ersetzt werden. Der frühere PSG-Spieler Ismaël Gharbi könnte links in die Elf rücken, mit Wechsel zu einem klassischeren 4-2-3-1. Bei Japan fällt Takefusa Kubo, gegen die Niederlande 15 Minuten vor Schluss raus, für dieses Spiel und womöglich den Rest der Gruppe aus; der 33-jährige Junya Ito könnte ihn ersetzen.

SI.com tippt auf 3:1 für Japan.

Voraussichtliche Aufstellungen
Tunesien (4-2-3-1): Dahmen; Valery, Rekik, Talbi, Abdi; Khedira, Skhiri; Achouri, Mejbri, Gharbi; Saad
Japan (3-4-2-1): Suzuki; Tomiyasu, Taniguchi, H. Ito; Doan, Sano, Kamada, Nakamura; J. Ito, Maeda; Ueda

Quelle: Sports Illustrated
Bild: Sports Illustrated

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