Eine lang erwartete Ernennung im deutschen Fußball ist Realität geworden. Jürgen Klopp wurde vom Deutschen Fußball-Bund als neuer Bundestrainer vorgestellt; sein Vertrag läuft bis zur WM 2030. Der 59-Jährige machte bei seiner Vorstellungspressekonferenz deutlich, dass er während seiner Amtszeit die Wahrung der Privatsphäre seiner Familie erwartet.
Klopps Aussage trug einen ziemlich scharfen und direkten Ton. "Ich übernehme diesen Job, obwohl ich gesehen habe, wie ihr Nagelsmann behandelt habt. Ich übernehme ihn, obwohl ich gesehen habe, wie ihr in England mit Thomas Tuchel umgegangen seid. An dem Tag, an dem ihr mich nicht mehr wollt, bin ich weg, ohne jegliche Abfindung. Wenn ihr morgen sagt: 'Der ist scheiße', dann sagt es mir ins Gesicht, und ich bin raus. Wenn ihr euch schlecht benehmt und meine Familie nicht in Ruhe lasst, bin ich weg, ich drehe mich einfach um. Kritisiert mich, wenn etwas nicht funktioniert. Jürgen Klopp wird nach der Nationalmannschaft keine Karriere mehr haben. Das ist der Höhepunkt meiner Trainerkarriere. Ich werde alles geben, was ich habe."
Er erklärte auch seine Motivation, die Aufgabe anzunehmen. "Ich mache diesen Job nicht für mich, sondern für euch", sagte Klopp und ging auf die Kraft der Nationalmannschaft ein, die Deutschen zusammenzubringen.
Auch der Hintergrund dieser eindringlichen Warnung ist nachvollziehbar. Sie kommt unmittelbar nachdem sein Vorgänger Julian Nagelsmann nach Deutschlands enttäuschender WM-Leistung (Achtelfinal-Aus gegen Paraguay) in der deutschen Presse heftig kritisiert wurde und England-Trainer Thomas Tuchel einem ähnlichen Kritiksturm ausgesetzt war; es wird betont, dass Klopp mit seinem direkten Verweis auf den Umgang mit diesen beiden Trainern sowohl für Fans als auch für die Medien eine klare Grenze zog.
Diese Ernennung markiert auch ein neues Kapitel in der Karriere des Trainers. Klopp, der nach seinen erfolgreichen Stationen bei Dortmund und Liverpool erstmals eine Nationalmannschaft übernimmt, hat sich die Aufgabe gestellt, das Land nach Deutschlands Enttäuschung bei der WM 2026 wieder aufzubauen.
Bild: Birgün
Tuna Başkan
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