Die offizielle Antwort, die englische Medien als „eine der härtesten Vereinsstellungen Citys bisher" kommentierten, kam mit dem Tageslicht des Donnerstags. Das Pressebüro von Manchester City widersprach vollständig der Aussage, die der Real-Madrid-Präsidentschaftskandidat Enrique Riquelme einen Tag zuvor in der Sendung El Hormiguero gemacht hatte: „Haaland hat eine Ausstiegsklausel, er will zu Real Madrid kommen. Wenn ich gewinne, wird er bei Real Madrid spielen." Sky-Sports-Reporter James Green übermittelte die Vereinsstellung: „Die aus Spanien aufgetauchten Geschichten sind unwahr. Es gibt keine Chance, dass das passiert, und es gibt keine Vertragsklausel, die das ermöglichen würde." Die Härte der Worte war kein Zufall — der Verein brachte auch die rechtliche Drohung auf die Tagesordnung.
Der zweite Teil der Aussage war der Abschnitt, der die wahre internationale Aufmerksamkeit erregte: „Wir erwägen rechtliche Schritte für die Nutzung des Bildes unseres Spielers in diesem Kontext." Dieser Satz bezieht sich besonders auf Riquelme, der das Real-Madrid-Trikot mit der Nummer 9 mit Haalands Namen darauf im TV-Studio zeigte und das notariell beglaubigte Garantiedokument unterzeichnete. Die Meinung des Rechtsteams von Manchester City ist, dass Riquelmes Aktion Haalands Bildrechte für persönliches Kampagneninteresse genutzt hat. Laut Nachrichten von Sky Sports, ESPN, Yahoo Sports und The Athletic kann der Verein den Fall auch nach der Wahl fortsetzen; diese Situation könnte eine beispiellose rechtliche Spannung im spanischen Fußball schaffen.
Die Reaktionen von der Riquelme-Seite sind noch nicht klar; der Geschäftsmann zog sich jedoch von seinen Social-Media-Konten nicht zurück. Die zuvor von Riquelme gegebene notarielle Verpflichtung „Wenn ich meine Versprechen nicht halte, werde ich alle Saison-Beiträge der Real-Madrid-Socios decken" ist immer noch gültig. Vor der Sonntagswahl hat diese rechtliche Drohung Riquelmes Kampagne ernsthaft erschüttert. Real Madrids aktueller Präsident Florentino Perez griff in die Angelegenheit nicht direkt ein; das einen Tag zuvor von Perez' Wahlkonto geteilte José-Mourinho-Rückkehr-Video steht jedoch immer noch auf der Tagesordnung. Perez beabsichtigt, am 7. Juni seine 4. Wahl zu sichern.
Ein paralleles Dementi war auch von der Haaland-Seite gekommen. In den exklusiven Nachrichten, die Fabrizio Romano am Mittwochabend teilte, hatten Haalands Vater Alfie Haaland und Agentin Rafaela Pimenta eine gemeinsame Erklärung abgegeben: „Alles sehr unterhaltsam, aber nicht wahr. Wir wünschen beiden Kandidaten bei den Real-Madrid-Wahlen alles Gute." Diese Botschaft ist der Beweis einer zweischichtigen Reaktion: Sowohl der Verein als auch die Spielerseite lehnen Riquelmes Behauptungen kategorisch ab. Der norwegische Torschütze hatte im Januar 2025 einen riesigen 9-Jahres-Vertrag mit City unterzeichnet, der sich bis 2034 erstreckt; der Verein erklärte klar, dass es in dieser Vereinbarung keine Real-Madrid-auslösende Ausstiegsklausel gab.
Die Sonntagswahl wird als Real Madrids erste umkämpfte Präsidentschaftswahl in 20 Jahren in die Geschichte eingehen. Riquelmes Versprechen von Haaland und Rodri war der Hauptmotor seiner Kampagne; jedoch beschädigten die Dementi sowohl von der Spielerseite als auch von der Vereinsseite und die anschließende rechtliche Drohung ernsthaft die Glaubwürdigkeit der Kampagne. Florentino Perez' konkrete Schritte wie Konaté, Dumfries und Mourinho stechen an diesem Punkt hervor. City andererseits plant, Haaland bis 2034 zu behalten; der norwegische Torschütze wird im Mittelpunkt des 3-Jahres-Projekts des neuen Cheftrainers Enzo Maresca stehen. Der Verein sieht ihn auch als den kritischsten Stern im Umstrukturierungsprozess nach Pep Guardiolas 10-jähriger Ära.
Dies ist der erste Vorfall in der Geschichte von Manchester City, in dem sie aufgrund einer Präsidentschaftskampagne rechtliche Schritte in Betracht gezogen haben. Der Verein, der Premier-League-Champion, FIFA Club World Cup-Champion und Champions League-Champion ist, zeigte klar, dass sie nicht zulassen werden, dass die Bildrechte ihres Spielers ein Propagandawerkzeug für eine spanische Wahlkampagne werden. Ob der Fall in den kommenden Tagen eingereicht wird, wird klar werden; es ist jedoch jetzt sicher, dass ein beispielloses britisches Rechtsinterventionssignal in die spanische Wahlatmosphäre gekommen ist. Unabhängig vom Wahlergebnis am Sonntagabend wird dieses Dementi als unverwischbarer Hinweis in Riquelmes Kampagnengeschichte bleiben.
Bild: skysports.com
Geschrieben von
Tuna Başkan
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