Im Schatten von Gijón: Algerien trifft erneut Österreich

Tuna Başkan
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calendar_month 27. Juni 2026 visibility 13 Aufrufe

Algerien trifft im letzten Spiel der Gruppe J im Arrowhead Stadium in Kansas City auf Österreich. Beide Teams haben vor dem dritten Spieltag drei Punkte, und ein Remis dürfte beide in die Runde der letzten 32 bringen. In diesem Fall käme Österreich dank des besseren Torverhältnisses als Gruppenzweiter hinter Argentinien weiter, während Algerien als einer der acht besten Gruppendritten weiterzöge.

Die Geschichte reicht weit über den Platz hinaus. Algerien wartet seit 44 Jahren auf diese Revanche. Bei der WM 1982 spielte Österreich mit Westdeutschland zusammen, um Algerien in einem berüchtigten Spiel auszuschalten, das als "Schande von Gijón" in Erinnerung blieb. Jenes Turnier, Algeriens erstes, hatte mit einem überraschenden 2:1 gegen Deutschland begonnen. Der Skandal veranlasste die FIFA, in der letzten Gruppenrunde gleichzeitige Anstoßzeiten einzuführen. Doch das 48-Team-Format und eine zusätzliche K.-o.-Runde bedeuten theoretisch, dass beide Teams auf ein ihnen genehmes Ergebnis hinarbeiten könnten — auch wenn Algerien Österreich kaum helfen dürfte.

Nach der Niederlage gegen Argentinien durch einen Hattrick von Lionel Messi zum Auftakt verbesserte Algerien seine Aufstiegschancen, indem es im zweiten Spiel einen Rückstand gegen Jordanien zu einem 2:1 drehte. Vladimir Petkovićs Doppelwechsel zur Halbzeit und die Umstellung auf ein direkteres 4-4-2 lösten diese Wende aus. Auch Österreich bekam Messi zu spüren; die Mannschaft von Ralf Rangnick verlor klar gegen Argentinien und wirkte unsicher, sobald sie den Ballbesitz nicht dominieren konnte. Die Prognose von Sports Illustrated favorisiert Algerien: 2:1.

Kein Spieler im algerischen Kader war überhaupt geboren, als jenes Aus von 1982 geschah, was der Partie zusätzliche symbolische Bedeutung verleiht. Zu beachten ist zudem, dass der Gruppenzweite in der ersten K.-o.-Runde wahrscheinlich auf Spanien trifft.

Bei Algerien dürfte Petković seine gegen Jordanien wirksamen Wechsel in die Elf übernehmen; Nabil Bentaleb und Torschütze Nadhir Benbouali könnten beginnen, wobei Benbouali im Angriff Amine Gouiri unterstützt. Der verletzte Mohamed Amoura fällt erneut aus. Bei Österreich erwägt Rangnick, Marko Arnautović von Beginn an zu bringen, der bislang eingewechselt wurde.

Voraussichtliche Aufstellungen:
Algerien (4-4-2): Zidane; Belghali, Mandi, Bensebaini, Aït-Nouri; Mahrez, Boudaoui, Bentaleb, Maza; Benbouali, Gouiri.
Österreich (4-2-3-1): A. Schlager; Laimer, Danso, Alaba, Mwene; Seiwald, X. Schlager; Schmid, Chukwuemeka, Sabitzer; Arnautović.

Bild: Sports Illustrated

Tuna Başkan
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Tuna Başkan

Marmara Üniversitesi İşletme bölümü öğrencisiyim. Victorum News bünyesinde küresel spor medyası, güncel gündem ve SEO odaklı içerikleri yöneten bir haber yazarıyım. Önceliğim, okura en hızlı şekilde ve daima teyit edilmiş haber ulaştırmaktır. İşletme eğitimimden gelen bakış açımı dijital habercilikle birleştirerek, ürettiğim her içeriğe hız ve güvenilirliği bir arada kazandırmayı hedefliyorum.

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